Adobe Flash – Must-have oder Müll?

Seit letzter Woche habe ich mich von einer Altlast aus dem letzen Jahrtausend befreit: Adobe Flash. Ich war es leid, dass gefühlt jede Woche ein Update zur Installation ansteht um mal wieder diverse Sicherheitslücken zu stopfen. Jahrelang war Flash das Non plus ultra. Die Weiterentwicklung für mobile Endgeräte wurde inzwischen von Adobe aufgegeben. Apple ist daran möglicherweise nicht ganz unschuldig. In Cupertino hat man sich bis zuletzt dagegen gesträubt, Flash auf iPhone oder iPad zu lassen. Steve Jobs war der Meinung, Flash sei veraltet und nicht für Mobilgeräte optimiert. Inzwischen hat sich HTML5 als neuer Standard für Webanwendungen etabliert. Auf dem Mac stört mich Flash schon länger, ein Youtube-Video reicht aus, um den Mac quasi zum Abheben zu bringen. Das könnte man anhand der Drehzahl des Lüfters zumindest vermuten.

Kalter Entzug

Mein Selbstversuch läuft seit knapp 3 Wochen, und es lebt sich besser als gedacht. Seiten wie Youtube, Vimeo oder Soundcloud sind auch ohne Flash-Plugin nutzbar. YouTube läuft mit HTML5 wesentlich schneller, auch ist die Prozessorlast deutlich geringer. Nur Videos bei Facebook wollen nicht ohne Flash, seltsam, wenn ich im Safari den User Agent auf iOS stelle, bekomme ich die Videos im HTML5-Player zu sehen. Dieses Sonnensystem in 3D ist vollkommen ohne das Plugin von Adobe realisiert, nur mit CSS und HTML5.

Die Deinstallation ist schnell und denkbar einfach. Adobe stellt dafür ein kleines Tool bereit.

Fazit

Ich werde auch weiterhin ohne Flash leben (müssen). Auf diese wöchentlichen Update-Orgien habe ich einfach keine Lust. Wenn ich dennoch mal auf einer Seite landet, die nicht ohne funktioniert, nutze ich Google Chrome. Der Browser bringt ein eigenes Flash-Plugin mit, was aber nicht bedeutet das dieses besser an OS X angepasst ist.

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